Westumer Wagenbauer laden zum gemütlichen Abend

Die Wagenbauer unserer Schützengesellschaft laden am Freitag, 23. Januar, ab 18 Uhr zu einem gemütlichen Abend ins Vereinsheim an der Schüttenrode ein.

2020 verglichen die Westumer den Brexit mit Asterix & Obelix. Wie schaut der Wagen in 2026 zum Zirkus-Motto des Vereins aus?

Eingeladen sind alle Mitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie haben die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Wagenbaus zu werfen und in geselliger Runde mit dem Team ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt des Abends stehen der persönliche Austausch und das gemeinsame Beisammensein. Das Wagenbau-Team freut sich auf zahlreiche Gäste.

Westums weihnachtlicher Blickfang

Kinder der Kita Maria-Sibylla-Merian verschönern Tanne an der Kapelle mit selbstgebasteltem Schmuck

Ausgestattet mit selbst gebasteltem Baumschmuck haben rund 50 Kinder mit ihren Erzieherinnen aus dem Kinderhaus Maria-Sibylla-Merian in der vergangenen Woche die fünf Meter hohe Tanne an der Westumer Kapelle in einen weihnachtlichen Blickfang verwandelt.

Fleißig und kreativ haben sich die Kinder aus dem Kinderhaus Maria-Sibylla-Merian den Weihnachtsbaum an der Westumer Kapelle gschmückt.

Konrad Eilers vom Kapellenkomitee begrüßte die Mädchen und Jungen an der Kapelle und bedankte sich für ihren Einsatz. Schon Wochen vorher hatten die Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen gebastelt, geschnitten und geklebt, bis alles für den Weihnachtsbaum fertig war. Für die Anhänger nutzten die Kinder naturnahe Materialien wie Holzstäbchen und Holzscheiben, die gut zu verarbeiten sind und zugleich Wärme, Beständigkeit und Naturverbundenheit ausdrücken. Aus den bemalten Holzstäbchen entstanden so Sterne, Schneeflocken und Tannenbäume, die die Kinder anschließend mit Glitzersteinen, Pompons und weiteren Materialien individuell verzierten. So wurden aus einfachen Dingen persönliche Symbole der Vorweihnachtszeit.

Den Kindern war schließlich die Aufregung und Freude anzumerken, als sie endlich den Baum mit ihren fantasievollen Basteleien schmücken durften. Mit großem Eifer und strahlenden Augen gingen die Drei- bis Sechsjährigen ans Werk. Schnell bildete sich eine Schlange vor der Leiter, damit auch die höher hängenden Zweige geschmückt werden konnten.

Fachmännisch wurde der gebastelte Weihnachtsschmuck in den Baum gehangen.

Als der Baum vollständig dekoriert war, stellten sich die Kinder in der Kapelle auf und sangen gemeinsam mit ihren Erzieherinnen „In der Weihnachtsbäckerei“ und „O Tannenbaum“.

Doch nicht nur auf Seiten der Kinder war die Freude groß, sondern auch bei den Vertretern des Westumer Kapellenkomitees: „Wenn Kinder den Weihnachtsbaum mit ihren eigenen Ideen schmücken, entsteht so ein ganz besonderer Zauber“, sagt Konrad Eilers. Keine Frage, dass es nach erfolgreichem Schmücken eine Belohnung in Form von Süßigkeiten für die Kinder gab.

Bei so vielen glücklichen Kindern, die mit großer Begeisterung, leuchtenden Augen und viel Vorfreude ihren selbstgebastelten Weihnachtsschmuck aufhängen durften, war für die Erzieherinnen und das Kapellenkomitee klar, dass diese Aktion im nächsten Jahr wiederholt wird.

Weitere Fotos vom Schmücken des Baums an der Westumer Kapelle gibt im Netz unter:
www.ev-online.de

100 Jahre Westumer Kapelle – Ein Jahrhundert des Gedenkens und der Mahnung zum Frieden

Ein bedeutendes Jubiläum durften wir am 24. Mai begehen: 100 Jahre Westumer Kapelle – 100 Jahre stilles Erinnern, innige Fürbitte und eindringliche Mahnung an den Frieden. Was unsere Großväter und Urgroßväter einst an der Amtmann-Schipper-Straße mit tiefer Überzeugung und in bewegter Zeit errichteten, steht bis heute als sichtbares Zeichen christlicher Hoffnung und gemeinschaftlichen Zusammenhalts.

Mit einer feierlichen Gedenkstunde wurde dieses stolze Jubiläum würdig begangen. Die Inschrift auf der Sockelplatte, „Maria, durch Dein Kindlein zart, halt fern von uns den Krieg, so hart!“, ist heute aktueller denn je – ein Gebet, das inmitten weltweiter Krisen wieder besonders unter die Haut geht.

Als Ehrengäste durfte das Kapellenkomitee den Bürgermeister der Stadt Emsdetten, Herrn Oliver Kellner, herzlich begrüßen, ebenso Herrn Bruno Jendraszyk vom Heimatbund. Darüber hinaus folgten zahlreiche Gastvereine der Einladung: die Dorfbauern-Schützengesellschaft, die Lehmkuhler Schützengesellschaft, die Sinninger Schützengemeinschaft, die Schützengesellschaft Westumer Einigkeit sowie die Westumer Schützengesellschaft.

Im Rahmen eines lebendigen und zugleich andächtigen Wortgottesdienstes, zelebriert von Kaplan Eilert, wurde das Jubiläum in einem würdigen Rahmen gefeiert. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Emsauen Bläsern – ein besonderer Höhepunkt war das ergreifend vorgetragene „Ave Maria“, gesungen von Laura Klähn.

Im Anschluss fand die Feier am Westumer Vereinsheim in gemütlicher Atmosphäre ihren stimmungsvollen Ausklang – ein Tag voller Erinnerungen, Dankbarkeit und Gemeinschaft.

Die Eindrücke des Tages sind in einer Bildergalerie zusammengefasst. Herzlichen Dank an die Fotografen!

100 Jahre Westumer Kapelle

Gemeinsam mit den Gastvereinen der Dorfbauern Schützengesellschaft e.V., der Lehmkuhler Schützengesellschaft e.V., derSchützengemeinschaft Sinningen Überwasser-Hubertus e.V. und der Schützengesellschaft Westumer Einigkeit e.V. feiern wir am 24.05. das 100 Jährige Jubiläum der Westumer Kapelle.

Fahrplan zu den Feierlichkeiten am 24. Mai 2025

12:30 UhrEintreffen aller Gesellschaften am Westumer Vereinsheim mit Spielmannszüge, aktuelle Könige, Fahnen, Vorreiter, Majore, Adjutanten etc.
13:15 UhrAbmarsch zur Kapelle

Marschweg: Schüttenrode – Frischholt – Mayland – Vennweg – Grünring – Lange Straße – Amtmann-Schipper-Straße
13:30 UhrWortgottesdienst an der Kapelle, gehalten durch Kaplan Eilert mit Totengedenken / Kranzniederlegung sowie Ansprachen der Gäste

Musikalische Begleitung durch die Ems Auen Bläser
im AnschlussRückweg zum Vereinsheim

Marschweg: Amtmann-Schipper-Straße – Hüningrode – Bernhardstraße – Westumer Landstraße – Frischolt – Schüttenrode
ca. 15 UhrGeselliger Nachmittag mit Kaffee & Kuchentheke und Imbiss am Vereinsheim

Weitere Informationen zum Ablauf des Tages findet ihr hier!

An dieser Stelle nun eine Bitte an alle Mitglieder:
Unsere „Westumer Kapelle“ ist ein Begriff in und um Emsdetten. Dieses würdige Denkmal
ist in Emsdetten einzigartig und genießt einen hohen Stellenwert. Nach 100 Jahren sollten
wir geschlossen an dieser Veranstaltung teilnehmen! Da darf es auch keine Überlegung
geben! Wer sich der Westumer Schützengesellschaft verbunden fühlt, für dem wird es eine
Ehre sein an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

UNIFORMPAT*INNEN GESUCHT!

Auf der letzten Generalversammlung hat unser Juniorenspielmannszug den Hilferuf bereits abgesetzt: Die Uniformjacken der Spielleute fallen mittlerweile auseinander und müssen dringend ersetzt werden. Dazu werden nun Patenschaften geboten.

665€ kostet so eine Uniform inklusive Hut. Bei der Größe des Spielmannszuges (aktuell wird außerdem fleißig Nachwuchs angelernt) kommt da eine ganz schön ordentliche Summe zusammen.

Wer einen finanziellen Beitrag leisten kann und will, damit der Spielmannszug bald wieder mit vorzeigbaren Uniformen durch Emsdetten und das Umland marschieren kann, meldet sich gerne bei Laura oder Ron.

Laura Aupke: 01516-7804850
Ron Berger: 0160-92951339

„Wir reisen zurück in die glitzernde Zeit – die goldenen Zwanziger machen uns bereit“ – Kinderprinzenpaar der Westumer startet in eine goldene Session

Nachdem bereits vor 4 Wochen das designierte Saalprinzenpaar der Westumer – Prinzessin Jessica I. und Prinzgemahl Marcus I. – feststand wurde am vergangenen Samstag auch das Geheimnis beim närrischen Nachwuchs der ältesten Schützengesellschaft der Stadt enthüllt. Kinderprinz Ben II. Geulen wird an der Seite von Kinderprinzessin Finja II. Albers die Westumer Kids zusammen mit Ihren Pagen Mia-Sophie Ehlting und Marla Schmitz und Ihrem Elferrat durch die goldenen Zwanziger lenken.

Lenken die Westumer Kids durch die närrische Zeit (v. l.): Marla Schmitz, Ben II. Geulen, Finja II. Albers und Mia-Sophie Ehlting

Wie auch bei den Erwachsenen heißt es in diesem Jahr auch bei den Kids: zurück zu den Wurzeln. So laden das Kinderprinzenpaar und das Westumer Kinderkarnevals Comitee alle großen und kleinen Närrinnen und Narren zum großen Kinderkarneval am 01.03. in die Westumer Karnevalshochburg am Martinum ein. Ab 14:11 Uhr startet ein buntes Programm bei dem alle auf Ihre Kosten kommen werden. Highlight wird dann am 03.03. die Teilnahme am Rosenmontagsumzug sein wo die Westumer Kids mit einem eigenen Wagen vertreten sein werden und durch die Straßen von Dottland rollen.

Sonderdruck Westumer Kapelle

Ab sofort stehen die einmaligen Ansichtskarten im DIN A 5 Format aus Anlass unseres 100 jährigen Bestehen der Kapelle zur Verfügung.

Sicherlich auch ein alternatives Geschenk zum Weihnachtsfest.

Die Karten können zum Vorzugspreis vom 10 € auf dem Westumer Weihnachtsmarkt oder vorab bei den Mitgliedern des Kapellenkomitee erworben werden.

Ansprechpartner ist Wolfgang  (Woy) Albers.

100 Jahre „ein würdiges Denkmal“

1925 bis 2025: Westumer Kapelle feiert im nächsten Jahr ein großes Jubiläum

Die Westumer Kapelle ist nicht etwas „Ehemaliges“ sondern hat zu jeder Zeit eine bedeutende Rolle für die Menschen gespielt. Natürlich zunächst als Mahnmal und Gedenkstätte für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege. Da die Würde eines Menschen nicht mit dem Tod endet war es für alle Angehörigen von besonderer Bedeutung einen Ort der Stille, der Besinnung und des Gebetes zu finden. Für die Kriegsheimkehrer, die den Schrecken des Krieges überlebt hatten, war es wichtig bei Maria der „Königin des Friedens“ ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. So werden auch noch nach über 80 Jahren regelmäßig sei es von Angehörigen oder auch von Menschen mit besonderem Anliegen Blumen niedergelegt, Kerzen angesteckt und Rosenkränze abgelegt.
100 Jahre Westumer Kapelle – ein kurzes Stück auf dem langen Weg durch die Geschichte der Westumer Schützengesellschaften. Das Gründungsjahr der Westumer war 1713 und seit je hatte dieser Ort eine Zentrale Funktion. Oft waren es bescheidene Zeitumstände die bewirkten, dass man trotz aller Reibereien und Rechthabereien in Not und Tod, in Freud und Leid zusammenhielt.

Als Gedächtniskapelle für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Welt-
kriege gedacht, war und blieb sie bis heute ein nachbarschaftsbezogener Andachtsraum. Zur eigentlichen Bedeutung kommt die Kapelle an den großen Prozessionstagen, wenn sich die Kirchengemeinde, heute St. Josef, zur feierlichen Bekundung des gemeinsamen Glaubens außerhalb der Pfarrkirche zusammenfindet.

Ob Schützenfest oder Maitanz, feiern konnten die Emsdettener schon immer und
im Jahre 1844 drehte sich sogar das erste Karussell in Emsdetten vor der alten Kirche.
Im Jahre 1850 verstummten plötzlich die lustigen Weisen in Emsdetten.
Die fidelen Musikanten gingen in sich gekehrt, gesenkten Hauptes mit demütiger Büßermiene ihrer Arbeit nach: Ein Prediger war in das Dorf gekommen mit der felsenfesten Absicht, sich eher “Leber und Lunge aus dem Leibe” zu reden, als die Leute unbußfertig zu verlassen. Und die Mission hatte gewaltigen Erfolg! Alles strömte in die Kirche.
Was für einen Einfluss dieser Prediger auf die Bürger gehabt haben muss, erkennt man daran, dass die Bußpredigt vier bis fünf Jahre angehalten hat.

Und eben aus dieser Zeit stammte die erste “Westumer Kapelle” auch Kluse genannt. Es war der Wunsch eines Junggesellen aus Westum gewesen, ein Kirchengebäude in kleinerem Maßstab, zur Ausübung von Frömmigkeit unter Gleichgesinnten zu schaffen. Der Form nach war die Kluse bescheiden. Es war ein einfacher kastenförmiger Raum, mit einem kleinen Altar und darüber befindlichen Kreuz ausgestattet. Andersrum wollte man aber auch gegenüber der Mutterpfarrei eine gewisse Selbständigkeit beweisen. Mit der Fertigstellung bekam die Kluse eine zentrierende Funktion. Sie war ab sofort Station bei der großen Fronleichnamsprozession die damals noch von der St.-Pankratius-Kirche aus ging. Sie führte über die Borghorster Straße und bog dann in den Prozessionsweg ein.

Die Wunden des Ersten Weltkrieges waren noch nicht verheilt, da hatten die Emsdettener Schützenvereine den Wunsch ihren gefallenen Kameraden zu gedenken. Obwohl kaum finanzielle Mittel vorhanden waren, planten die Westumer eine Kriegergedächtniskapelle zu bauen. Die alte Kluse aus dem Jahre 1850 war zu klein und auch baufällig geworden. Nachdem im Jahre 1924 die Gemeinde den Westumern ein Grundstück zur Verfügung gestellt hatte wurden die Wünsche und Planungen sofort umgesetzt. Hatten die Hollinger sich für eine Pieta und die Ahlinteler für ein Kreuz entschieden so sollte die Mutter Gottes mit dem Jesuskind das Innere der neuen Kapelle schmücken. Als die Entwürfe über die Kapelle und Altar mit Statue vorlagen, hatten die Westumer nur noch einen Wunsch, das Werk so bald wie möglich zu vollenden. So begannen die Schützenbrüder noch im Herbst 1924 mit den Maurerarbeiten welche allesamt in Eigenleistung durchgeführt wurden. Die Ausfertigung lag in den Händen der Herren Clemens Löcke, Hubert Stegemann und Karl Dalleiger, letzterer hatte als Polier die Bauleitung übernommen. Um die Rechnungen für das Material zu begleichen, musste Geld gesammelt werden. Monat für Monat wurden nun Türkollekten durchgeführt wobei sich zeigte, dass die Westumer geschlossen hinter dem Vorhaben standen. Selbst die Landwirte opferten ihre Jagdpachtgelder für die neue Kapelle. Noch im gleichem Jahr wurde die alte “Kluse” abgerissen.

Das Gebäude wurde bereits 1925 fertig erstellt und diente im gleichen Jahr schon als Station für die große Fronleichnamsprozession. Ein Jahr später wurde dann durch die Firma Averesch der Marienaltar aufgestellt. In den darauffolgenden Tagen wurden die Außenanlagen erstellt und die letzten Malerarbeiten durchgeführt. Die zwei Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg wurden rechts und links von der Statueangebracht. Sämtliche Westumer ersehnten nun den Tag der Einweihung herbei.

Am 30.05.1926 war dann der große Tag für die Bauerschaft Westum gekommen an dem die Westumer Kapelle eingeweiht wurde. Die Rheiner Str. und Bernhardstr. prangten im Fahnenschmuck. Der Platz auf dem die Kapelle sich erhebt, war mit Fahnen und Wimpeln, Girlanden, Birken und Wacholder festlich geschmückt. Durch die Weihe wurde die Kapelle ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist geworden eine Stätte des Gebetes, des Segens und des Friedens. Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich, heute sitzen auch in der westlichen Welt Menschen an den Schalthebeln, die Wahn und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden können, das macht einem Angst. Der Frieden ist das wichtigste Gut, das wir haben und das wir auch verteidigen müssen. Wo kann man den Frieden besser zum Ausdruck bringen, als an dem Ort, der an die Vergangenheit erinnert, aber auch als Mahnung an die Zukunft seinen Auftrag hat! Nun ist seit 100 Jahren auf dem Standbild in der Westumer Kapelle zu lesen:

„Maria mit dem Kindlein zart,
halt fern von uns den Krieg so hart!“