Rückblick Schützenfest 2026

Rückblick Schützenfest 2026

Drei Tage voller Tradition, Gemeinschaft und unvergesslicher Augenblicke liegen hinter uns. Vom 10. bis 12. Juli verwandelte sich Westum wieder in den Mittelpunkt des Schützenlebens. Zahlreiche Schützenschwestern und Schützenbrüder sowie viele Gäste kamen zusammen, um gemeinsam ein stimmungsvolles Schützenfest zu feiern. Ob am Vereinsheim, unter der Rode oder im Festzelt – überall waren die Freude am Miteinander, die gelebte Tradition und die herzliche Atmosphäre spürbar. Mit vielen schönen Begegnungen, festlichen Höhepunkten und ausgelassenen Stunden wird dieses Schützenfest allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Pünktlich um 17 Uhr fiel der Startschuss für das Schützenfest 2026. Major Tim Albers ließ die Schützenschwestern und Schützenbrüder unter den Augen von Oberst Klaus Albers sowie den Adjutanten Thomas Harbering und Lukas Schäperklaus antreten und eröffnete damit offiziell das Festwochenende. Auch das Wetter zeigte sich in diesem Jahr von seiner besten Seite und sorgte für ideale Bedingungen. Gemeinsam marschierte die Schützengesellschaft zur Westumer Kapelle, wo bereits zahlreiche Gäste zum Wortgottesdienst zusammengekommen waren. Musikalisch begleitet von der Hollicher Blaskapelle bot der Gottesdienst einen feierlichen Auftakt in das Schützenfest. Den Kriegsgefallenen und -vermissten wurde in einem würdevollen Gedenken die Ehre erwiesen.

Nach dem Wortgottesdienst setzte sich der Festzug in Richtung Festzelt an dem alten Hallenbad in Bewegung. Dort warteten bereits die ersten Gäste, um gemeinsam mit der Schützengesellschaft die Majestäten des Jahres 2025 zu feiern. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierten Lukas Kloppenborg, Marcus Elting und Frank Kloppenborg ihren Königsball in einer ausgelassenen und festlichen Atmosphäre. Für die musikalische Unterhaltung sorgte DJ Timo, der mit seinem abwechslungsreichen Programm beste Stimmung verbreitete und das Festzelt bis tief in die Nacht zum Beben brachte.

Die Ehrentänze eröffnen den Königsball.

Nach einer gelungenen Partynacht hieß es am Samstag bereits um 10 Uhr wieder antreten. Auf dem Programm stand zunächst das Ausholen des Vogelkönigs Lukas Kloppenborg und des Männerkönigs Marcus Elting. Nach dem traditionellen Empfang am Telgengrund mit dem ein oder anderen Kaltgetränk und leckeren Schnittchen machte sich die Schützengesellschaft auf den Weg zur Neuenkirchener Straße. Dort warteten bereits die diesjährigen Jubilare sowie einige Gäste. Unsere diesjährigen Jubilare: Jörg Peters (25 Jahre Vogelkönig), Christoph Koordt (40 Jahre Vogelkönig), Rolf Bothe (50 Jahre Vogelkönig), Paul Hölscher (50 Jahre Männerkönig), Heribert Welle (25 Jahre Sternkönig), Herbert Schlüter (50 Jahre Sternkönig) sowie Heinz Overkamp, der auf beeindruckende 65 Jahre als Sternkönig zurückblicken konnte. Bei strahlendem Sonnenschein sorgte die Hollicher Blaskapelle für die passende musikalische Begleitung, während der Junioren- und Seniorenspielmannszug den Jubilaren mit einem Ständchen ihre Ehre erwies. Zur Stärkung gab es im liebevoll hergerichteten Garten der Familie Koordt eine köstliche Gulaschsuppe – ein herzlicher Empfang, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Von dort führte der Festzug weiter zur Jan-van-Detten-Straße. Unter den Eichen, die nach dem Sturm leider etwas lichter geworden sind, wartete bereits der nächste Höhepunkt des Tages. Da die Schützenstange durch den Sturm beschädigt worden war, musste kurzfristig um geplant werden. Dank der großartigen Unterstützung des Schützenvereins Eintracht Nord Greven konnte das Vogelschießen auf einer mobilen Vogelstange auf dem gegenüberliegenden Acker stattfinden. Dabei wurde Schützenfestgeschichte geschrieben: Mit dem 72. Schuss sicherte sich Christina Glohr als erste Frau die Würde der Vogelkönigin. Ein historischer Moment, der dem Schützenverein sicherlich noch viele Jahre in Erinnerung bleiben wird. Zu ihrem König erwählte sie Marcel Unger. Auch das Männerkönigsschießen entwickelte sich zu einem spannenden Wettkampf. Mit dem 136. Schuss errang Jürgen Gebbecken die Männerkönigskette und wählte seine Ehefrau Karin zu seiner Königin.

Nach den erfolgreichen Schießen setzte sich der Festzug in Richtung Schuh Hölscher in Bewegung. Bei bestem Sommerwetter warteten dort erneut kühle Getränke und leckere Schnittchen auf die Gäste. Wie es die Tradition verlangt, wurde das Schenken mit einem Ehrentanz und dem ein oder anderen Glas Wein gebührend gefeiert. Im Festzelt hatten sich derweil bereits zahlreiche Gäste zum Jubilarsball eingefunden. Oberst Klaus Albers ehrte jeden einzelnen Jubilar mit persönlichen und wertschätzenden Worten und würdigte deren langjährige Verbundenheit zum Schützenverein. In dem bestens gefüllten Festzelt wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Die Band „Confetti“ sorgte für ausgelassene Stimmung und machte den zweiten Festtag zu einem weiteren unvergesslichen Höhepunkt des Schützenfestes.

Nach einer weiteren langen und feierreichen Nacht begann der Sonntag bereits früh. Um 8.30 Uhr ließ Major Tim Albers die Schützenschwestern und Schützenbrüder am Festzelt antreten. Von dort führte der Weg traditionell in die Innenstadt zum gemeinsamen Kirchgang und zur anschließenden Pokalverleihung. Grund zur Freude gab es dabei gleich mehrfach: Christina Glohr wurde als Landesmeisterin im Kleinkaliber-Schießen auf 30 Meter ausgezeichnet. Nic Fresenborg belegte den 3. Platz beim Jugendpokal, Westum I erreichte den 3. Platz bei der Stadtmeisterschaft der Freihandschützen, Christina Glohr sicherte sich zudem den 3. Platz beim Wanderpokal der Karnevalsgesellschaft Emsdetten und Andreas Glohr gewann die Stadtmeisterschaft der Altersschützen in der Gruppe II. Herzlichen Glückwunsch zu diesen hervorragenden Erfolgen!

Nach der Ehrung kehrte die Schützengesellschaft zur Vogelstange zurück, wo der traditionelle Frühschoppen bei bestem Wetter einige Besucher anzog. Um 13.30 Uhr ließ Major Tim Albers erneut antreten, um den amtierenden Sternkönig Frank Kloppenborg auszuholen. Kühle Getränke und die musikalische Begleitung der Hollicher Blaskapelle sorgten auch hier für beste Stimmung. Wenig später richteten sich alle Blicke auf das Sternkönigsschießen – den letzten Königswettbewerb des Festwochenendes. In einem packenden Wettkampf bewies Markus Erpenstein die ruhigste Hand und sicherte sich mit dem 162. Schuss die Würde des Sternkönigs. Zu seiner Königin ernannte er Heike Berger.
Beim anschließenden Ausholen des neuen Sternkönigspaares wurden bereits die Partnerinnen und Partner der Kettenträgerinnen und Kettenträger eingesammelt, bevor der Festzug weiter zum Festzelt zog, um auch die Damen der Schützengesellschaft in den Umzug einzubinden. Gemeinsam ging es von dort in die Innenstadt zur traditionellen Ringpolonaise. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher säumten die Straßen und bereiteten den neuen Majestäten sowie der gesamten Schützengesellschaft einen herzlichen Empfang. Erneut boten die Westumer ein beeindruckendes Bild und machten einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert das Schützenwesen hat. Traditionell führte der Weg danach zum Schenken bei Engeln. Ehrentänze, gesellige Gespräche und das ein oder andere Glas Wein sorgten für einen stimmungsvollen Abschluss des Festumzuges.

Zum Ausklang des Schützenfestwochenendes versammelten sich noch einmal alle Gäste im Festzelt. Major Tim Albers ließ alle Beteiligten sowie die gesamte Schützengesellschaft für ihren Einsatz und das gelungene Wochenende hochleben. Bewegende Worte fand schließlich Oberst Klaus Albers. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden für ein schönes Schützenfest und gab zugleich bekannt, sein Amt als Oberst niederzulegen. Mit großem Applaus und viel Anerkennung wurde ihm für seinen langjährigen Einsatz und sein Engagement gedankt. So ging ein rundum gelungenes Schützenfest 2026 zu Ende – geprägt von gelebter Tradition, bester Gemeinschaft, historischen Momenten und unzähligen Erinnerungen, die den Westumern noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Kaum war das Schützenfest zu Ende, begann am Montagmorgen bereits der Abbau. Schon in den frühen Morgenstunden wurde das Festzelt abgebaut sowie der Festplatz und die Vogelstange abgeschmückt. Dank des großartigen Einsatzes aller Beteiligten war zur Mittagszeit kaum noch etwas vom bunten Schützenfesttreiben zu erkennen.
Ganz beendet war das Wochenende damit aber noch nicht. Am Vereinsheim trafen sich einige Vereinsmitglieder traditionell zum Hexen. In gemütlicher Runde wurden noch einmal die schönsten Momente des vergangenen Wochenendes Revue passieren gelassen, Anekdoten ausgetauscht und auf ein rundum gelungenes Schützenfest angestoßen. Ein würdiger und geselliger Abschluss für vier unvergessliche Tage.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Westumerinnen und Westumern, unseren Gästen, den Musikerinnen und Musikern, allen Helferinnen und Helfern sowie allen, die zum Gelingen dieses besonderen Schützenfestes beigetragen haben. Ihr habt dieses Wochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Nun blicken wir voller Vorfreude auf das nächste große Highlight in unserem Vereinsleben: die Fahnenweihe. Vivat Schüttenbeer!